PRAG IST EINE REISE WERT!!!

Trotz des verkorksten Hinspieles in Berlin gegen Sparta Prag – Endstand 1:1 – machten sich die 5 Schlümpfe: Peter, Boris, Niki, und wir zwei am 07.03.2000 um ca. 5:00 Uhr, mit Hardys Auto auf den Weg, um die „goldene Stadt“ kennen zu lernen. Die Hinfahrt verlief reibungslos, auch der Zoll war friedlich. Kaum hatten wir die Grenze passiert, mußten wir feststellen, das es in Tepliczé viele Imbisse gibt. Allerdings bekommt man dort keine Currywurst, sondern mehr oder weniger„heiße“ Frauenhintern! Wir konnten Boris gerade noch davon abhalten, bei 50km/h aus dem Auto zu springen, um sich sofort mit einem dieser Imbisse auf Tuchfühlung(oder schlimmer!!) zu begeben! Es gelang uns nur ihn davon abzuhalten, in dem wir ihm versprachen, das wir am nächsten Penny Market anhalten, damit er sich dort eine Kiste Bier kaufen kann.

Am Stadionparkplatz angekommen (wir waren nicht die ersten Hertha-Fans dort!!) begann unser Fußmarsch durch Prag. Wir danken unserem ortskundigen Führer Boris der auch dafür sorgt, das wir uns tschechische Krone in einer vernünftigen Wechselstube besorgten und nicht bei einem dubiosen Straßenhändler. Er scheuchte uns durch diverse kleine Gassen. Auch empfahl er uns das grandiose Spektakel (tolle Show!!) auf dem Marktplatz in der Altstadt. Es kam die Zeit der Mittagspause und Boris führte uns Zielsicher durch viele Gassen und Winkel in ein altböhmisches Restaurant, wo wir uns nach der ersten Etappe bei einem Bier sowie gutem und richtig preiswertem Essen (Niki und ich zahlten für Essen und Getränke insgesamt 37,00 DM, was wir auch nur durch Boris und seinem Taschenrechner erfuhren) ausruhten.

Die zweite Etappe unsere Expedition führte uns über den Wenzelsplatz in die „City“. Dort bekamen wir die Prager Einkaufsmeile zu sehen. Es war uns doch vorher schon komisch vorgekommen, das es in Prag gar keine großen Kaufhäuser geben sollte. Irgendwo müssen die doch noch ihre Handys her haben!!! Bei einem Donat und einem großen Kaffee (ebenfalls sehr billig) überlegten wir uns wie wir die restlichen vier Stunden bis zum Spielbeginn noch nutzen könnten. Boris war der Meinung, er müßte uns noch über mindestens drei tolle Brücken jagen (wenn nicht noch mehr!)! Nachdem wir nun alle total geschafft von der vielen Lauferei waren, gönnte er uns noch 1-2 Bier in einer Kneipe, bevor wir den Anstieg zum Prager Stadion vornahmen.

Am Stadion angekommen, dachten wir wir wären im Olympiastadion in Berlin. Zumindest vermittelten die Massen von Hertha-Fans uns diesen Eindruck. 3.500 mitgereiste Herthaner und dazu ein paar völlig überforderte tschechische Ordner! Pünktlich um 20:45 Uhr begann das Champions-League-Spiel, wobei sich Matze wegen seines Sitzplatzes noch mit einigen Prager-Fans auseinandersetzen mußte. Allerdings hatten die Tschechen ein großes Problem – sie verstanden einfach nicht, was Matze ihnen sagte! Ihm war das alles herzlich egal, Hauptsache er hatte seinen Platz!!!

Über das Spiel brauchen wir Euch wohl nicht so viel zu berichten, es gab ja auch nichts was erwähnenswert gewesen wäre. Doch, halt wir wissen ja endlich das Brian Roy eigentlich unser „Mittelfeldmotor“ in jedem Spiel sein sollte, weil er diese Aufgabe wirklich ganz hervorragend gemeistert hat (Witz). Welche Zuckerperle eine echte Bereicherung für unsere Hertha! In der Halbzeitpause unterhielt Gabor dann die Hertha-Fans mit seinen Showeinlagen, denn er versuchte verzweifelt, Covic, Sanneh und Aracic beizubringen, wie man richtig Tore schießt. Die zweite Halbzeit zeigte dann doch einige ganz passable Spielansätze bei Hertha. Insgesamt gesehen müßte man aber sein Eintrittsgeld zurückverlangen, denn es war schon ein Witz, was uns Herr Röber und seine zweite Garde da präsentiert haben. So war das 1:0 in der 90. Minute für Prag auch durchaus verdient!

Nach Spielende und der darauffolgenden Wartezeit (unser Block war gesperrt!) wurden wir von einer Horde „Darth Vader´s“ (tschechische Polizei in Kampfmontur) quer durchs Stadion zum Hinterausgang begleitet. Wieder auf dem Parkplatz angekommen, sprangen wir dann auch sofort ins Auto, weil wir möglichst schnell wieder nach Hause wollten. Die Witterung und die Autobahn (hahaha) ließen doch sehr zu wünschen übrig, aber uns blieb ja der Trost, das wir wieder über Teplicze fahren mußten. Die ganzen „Imbisse“ hinter uns lassend, erlangten wir in kurzer Zeit später wieder deutschen Boden unter den Rädern. Bei zügiger Fahrt kamen wir nachts um 4:00 Uhr wieder bei Peter von der Tür an.

Fazit: Spiel war scheiße, aber Prag ist jederzeit eine Reise wert!!

Hardy und Matze

     
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